Die Android Version von WhatsApp wurde kürzlich mit einer Sicherheitslücke entdeckt, die es anderen ermöglicht, die privaten Fotos der Nutzer einzusehen, ohne dass das Gerät entsperrt ist. Der Nutzer @VBarraquito entdeckte dies zuerst auf Twitter/X, und Mobile Hacker sowie NotebookCheck bestätigten die Entdeckung weiter. Diese Sicherheitslücke nutzt die Funktion von WhatsApp-Anrufen aus, die keine Entsperrung des Geräts erfordert.
Funktionsweise der Sicherheitslücke betrifft Anrufe und Filterfunktionen
Angreifer initiieren zunächst einen WhatsApp-Anruf an das Zielgerät. Nach dem Annehmen des Anrufs gelangt der Nutzer in die Anrufoberfläche, ohne eine PIN oder biometrische Daten eingeben zu müssen, ähnlich wie bei einem normalen Telefonanruf. Nach dem Eintritt in den Anruf kann der Nutzer auf Schaltflächen klicken, um Video-Filter und Effekte zu verwenden, einschließlich des KI-Bildbearbeitungstools von Meta. Das System sollte in diesem Moment den Nutzer auffordern, das Gerät zu entsperren, um auf die Fotobibliothek zuzugreifen, jedoch werden die entsprechenden Vorschauen tatsächlich klar angezeigt, bevor die Entsperraufforderung erscheint, was zur Sicherheitslücke führt.
Die Testergebnisse von NotebookCheck zeigen, dass nicht alle Android-Geräte von dieser Sicherheitslücke betroffen sind. Galaxy-Geräte verlangen vor dem Eintritt in diesen Schritt zwingend, dass der Nutzer zuerst den Sperrbildschirm entsperrt; jedoch konnten Pixel und Oppo-Geräte das Umgehen nicht verhindern. Der Nutzer @VBarraquito entdeckte dies zuerst auf Twitter/X, und Mobile Hacker sowie NotebookCheck bestätigten die Existenz dieser Sicherheitslücke weiter.
Vorübergehende Lösung besteht darin, die App-Berechtigungen einzuschränken
Auf der iPhone-Plattform gibt es aufgrund der Verwendung der nativen iOS-Anrufoberfläche von WhatsApp keine ähnliche Sicherheitslücke. Diese Sicherheitslücke hat den Sperrbildschutz nicht vollständig überwunden, Angreifer können weiterhin nicht auf andere Teile des Geräts zugreifen; außerdem können die Fotos selbst nicht exportiert oder gesendet werden, sondern nur durch das Aufnehmen eines Screenshots mit einem anderen Gerät.
Die Sicherheitslücke wurde WhatsApp und Google gemeldet, und WhatsApp erwartet, dass sie durch ein Update behoben werden kann, jedoch wurde noch kein Zeitplan für das Patchen veröffentlicht. Bis das Patch verfügbar ist, können Nutzer in den Android-Berechtigungseinstellungen die Berechtigung von WhatsApp zum Zugriff auf Fotos und Videos auf eingeschränkt setzen, um die Funktionsweise der Sicherheitslücke vorübergehend zu unterbrechen.
Unterschiede bei betroffenen Geräten und Plattformen
Diese Sicherheitslücke betrifft hauptsächlich die Android-Plattform, während die iOS-Version von WhatsApp aufgrund der Vorgaben der Anrufoberfläche des Apple-Betriebssystems nicht von ähnlichen Problemen betroffen ist. Die Sperrmechanismen von Samsung Galaxy-Geräten haben den Auslöseprozess der Sicherheitslücke erfolgreich abgefangen, während Google Pixel und Oppo-Geräte das Umgehen nicht verhindern konnten. Nutzer, die sofortige Schutzmaßnahmen ergreifen möchten, können in den Android-Systemeinstellungen die Berechtigungen von WhatsApp für Fotos und Videos auf „Nur einige Medien“ oder „Nicht erlauben“ ändern, um die Funktionsweise der Sicherheitslücke zu unterbrechen.
| Artikel | Spezifikationen |
|---|---|
| Betroffene Plattform | WhatsApp Android Version |
| Nicht betroffene Plattform | WhatsApp iOS Version (verwendet native Anrufoberfläche) |
| Auslösebedingungen | Annehmen eines WhatsApp-Anrufs und Verwendung von Filtern oder KI-Effekten |
| Entsperrforderung | Keine PIN oder biometrische Daten erforderlich |
| Galaxy-Geräte | Erfordern zwingend das Entsperren des Sperrbildschirms |
| Pixel-Geräte | Erlauben vollständiges Umgehen |
| Oppo-Geräte | Erlauben vollständiges Umgehen |
| Sicherheitslückenbereich | Nur Vorschau von Fotos, kein Zugriff auf andere Teile des Geräts |
| Vorübergehende Lösung | In den Android-Berechtigungseinstellungen den Zugriff von WhatsApp auf Fotos und Videos einschränken |
| Patch-Status | Wurde WhatsApp und Google gemeldet, kein Update-Zeitplan veröffentlicht |
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