LG Gruppe hat am 13. August (Ortszeit) in der Zentrale von NVIDIA in Santa Clara, Kalifornien, ein strategisches Kooperationsabkommen unterzeichnet. Der LG-Gruppenvertreter Kyu-Mo Lee und der Gründer sowie CEO von NVIDIA, Jensen Huang, nahmen gemeinsam an der Unterzeichnungszeremonie teil und bekräftigten damit ihre umfassende Zusammenarbeit im Zeitalter der physischen Künstlichen Intelligenz. Diese Kooperation folgt nur zwei Monate nach Gesprächen zwischen den beiden Parteien im Juni dieses Jahres in Seoul, was zeigt, dass die vorherigen Kooperationsabsichten schnell in die konkrete Umsetzungsphase übergegangen sind.
Laut dem Abkommen wird die Zusammenarbeit in den drei Bereichen Robotik, KI-Fabriken und Mobilität stattfinden, mit dem Ziel, gemeinsame globale Branchenstandards zu etablieren. Kyu-Mo Lee wies während der Unterzeichnungszeremonie darauf hin, dass die zu erfüllenden Aufgaben mit der beschleunigten Zusammenarbeit der beiden Unternehmen klarer geworden sind. Er erklärte, dass beide Seiten daran arbeiten werden, branchenführende Benchmark-Fälle zu schaffen, um die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz zu beschleunigen. Jensen Huang antwortete, dass die Kombination von LGs Fertigungsvorteilen und NVIDIA’s technologischen Fähigkeiten dazu beitragen wird, das Zeitalter der Robotik und des autonomen Fahrens voranzutreiben.
Die Zusammenarbeit zwischen LG und NVIDIA wird die Entwicklung der physischen Künstlichen Intelligenz vorantreiben
Im Bereich Robotik verläuft die Zusammenarbeit am schnellsten und konkretsten. LG entwickelt auf Basis von NVIDIAs humanoidem Robotermodell Isaac GR00T einen zweibeinigen Roboter, der im ersten Quartal des nächsten Jahres offiziell vorgestellt werden soll. Dieser Roboter wird mit NVIDIAs Jetson Thor Rechenplattform ausgestattet sein, um ein hohes Maß an Inferenz und Kontrolle zu ermöglichen. Um die Serienproduktion von Robotern zu unterstützen, werden die Tochtergesellschaften von LG gemeinsam die Kernkomponenten bereitstellen: LG Electronics ist für die Aktuatoren verantwortlich, LG Innotek für die Sensoren und LG New Energy für die Batterien.
LG erklärte, dass man durch diese Ressourcenintegration auf der „One LG“-Ebene sicherstellen möchte, dass die Roboter in Bezug auf die Kernkomponenten wettbewerbsfähig sind.
Neben humanoiden Robotern plant LG, noch in diesem Jahr den radbetriebenen Serviceroboter LG CLOi in einer Waschmaschinenfabrik in Tennessee, USA, einzusetzen, um in einer realen Produktionsumgebung Tests durchzuführen. Zukünftig sollen die Anwendungsbereiche schrittweise auf Haushalte und Geschäftsräume ausgeweitet werden. Im Bereich der KI-Fabriken werden die beiden Unternehmen LGs Erfahrungen in den Bereichen Kühlung, Energieversorgung und Informationstechnologie mit NVIDIAs DSX-Architektur kombinieren, um integrierte Lösungen anzubieten.
Die beiden Parteien planen, im ersten Halbjahr 2027 auf Basis von NVIDIAs nächster Generation AI-Plattform Vera Rubin Referenzstandorte zu errichten und diese im ersten Halbjahr 2028 zu einer 80 MW AI-Fabrik in der Stadt Tianan, Provinz Chungcheongnam-do, Südkorea, auszubauen. Berichten zufolge wird die Tianan AI-Fabrik ein modulares Prefab-Design verwenden, das die Bauzeit um mehr als 20 % verkürzen soll. LG hofft, durch eine umfassende Lösung von der Planung bis zum Betrieb Aufträge von großen Technologieunternehmen weltweit zu gewinnen.
Die beiden Parteien planen eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich Mobilität
Im Bereich Mobilität plant LG, NVIDIAs Drive Hyperion Plattform zu nutzen, um eine nächste Generation von KI-definierten Automobilplattformen zu entwickeln. Dieser Schritt markiert eine Erweiterung von LGs Automobilkomponenten-Geschäft, das sich bislang auf Infotainment-Systeme konzentrierte, hin zum Bereich des autonomen Fahrens. Die beiden Parteien planen, NVIDIAs KI-Technologie für autonomes Fahren mit LGs Fahrzeugsoftwarefähigkeiten zu kombinieren, um eine leistungsstarke Rechenplattform zu entwickeln und zu kommerzialisieren.
Um die Umsetzung der Zusammenarbeit zu gewährleisten, haben sich die beiden Unternehmen entschieden, eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Technik- und Geschäftsexperten zu bilden, um die Effizienz der Projektdurchführung zu steigern. Beide Seiten erklärten, dass sie durch dieses Mechanismus die tiefgreifende Zusammenarbeit in den drei Bereichen kontinuierlich vorantreiben werden.
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