AnTuTu V12: Öffentliche Beta mit neuem Testansatz für echte Leistung

Im Bereich der mobilen Leistungstests gibt es eine bedeutende Anpassung. AnTuTu hat am 4. September offiziell die öffentliche Beta-Version V12 veröffentlicht, die gleichzeitig auf der Webseite und in den großen App-Stores verfügbar ist. Im Gegensatz zu früheren Versionen, die die Hersteller dazu ermutigten, beeindruckende Zahlen zu erzielen, wurde V12 für die Tests in den Bereichen CPU, GPU, Speicher und UX komplett neu gestaltet, mit dem Ziel, die Leistung von Smartphones in realen Nutzungsszenarien widerzuspiegeln und zu verhindern, dass Benchmark-Ergebnisse zu Marketinginstrumenten verkommen. Um eine klare Referenz zu bieten, hat die offizielle Seite gleichzeitig die unter strengen Laborbedingungen gesammelten Beispielwerte veröffentlicht – bei einer Raumtemperatur von 26 Grad Celsius, einer Akkuladung von über 80 % und einer Bildschirmhelligkeit von 300 Nits.

Die Änderungen im CPU-Test für mobile Spiele sind am nächsten an der täglichen Nutzung. Das neue Modell für Einzel- und Mehrkern-Tests wurde entsprechend den realen Nutzungsgewohnheiten neu gestaltet: Moderne mobile Chips wechseln häufig zwischen Hochfrequenzleistung und Niedrigfrequenz-Energiesparmodus. V12 bewertet, wie der Prozessor diese Scheduling-Strategie ausbalanciert, anstatt einfach die maximale Frequenz auszureizen und beeindruckende Zahlen zu erzielen. Der GPU-Bereich bietet den Spielern von Handyspielen ein deutliches visuelles Upgrade, da der Test detaillierte 3D-Szenen mit sanften Schatten und realistischem Licht einführt, um die neue Generation von Grafikchips zu fordern; gleichzeitig wurde ein neuer Vulkan-basierten Kooperationsmatrix-Test hinzugefügt, der es heterogenen GPU-Berechnungseinheiten ermöglicht, schwere Matrixberechnungen gemeinsam zu verarbeiten und die tatsächliche Leistung der Grafikchips in komplexen Berechnungsszenarien zu überprüfen.

Umfassende Neuerungen bei Speicher- und UX-Tests zielen auf die Systemflüssigkeit im Alltag ab

Die Änderungen im Speichertest sind ebenfalls grundlegend und zielen auf die störenden Systemverzögerungen im Alltag ab. V12 führt einen dynamischen Verzögerungs-Stresstest ein, um die Speicherleistung unter gemischter Last zu bewerten; es gibt einen neuen Test zur Speicherfragmentierung, der beobachtet, wie die Leistung abnimmt, wenn der Speicherplatz allmählich gefüllt wird, anstatt nur auf die Spitzenleistung beim ersten Start zu achten; die sequentiellen und zufälligen Lese- und Schreibtests sowie die Anwendungsebene I/O-Tests wurden ebenfalls verfeinert, um externe Störungen auszuschließen und die ursprüngliche Geschwindigkeit des Speichers darzustellen.

Die Bewertungslogik des UX-Moduls hat sich am stärksten verändert: Es wird nicht mehr auf isolierte Hardware-Indikatoren vertraut, sondern nutzt einen neuen Algorithmus, um den tatsächlichen Rendering- und Eingabereaktionsprozess des Betriebssystems zu verfolgen. Die endgültige Punktzahl korreliert direkt mit der Wahrnehmung der Flüssigkeit beim Starten von Anwendungen, beim Scrollen von Seiten und bei Systemanimationen. Die Anwendung selbst wurde ebenfalls überarbeitet und verwendet einen kartenbasierten Informationsfluss mit Unterstützung für kategorisierte Filter, angepasst für Tablets und faltbare Displays, um den Platz auf großen Bildschirmen optimal zu nutzen; zudem wurde Unterstützung für die Android 16KB Seiten-Größe im Speicher hinzugefügt, um sich auf die nächste Hardware-Architektur vorzubereiten.

V12 und V11 sind nicht mehr vergleichbar, die Bewertungsstandards wurden umfassend aktualisiert

Da die Testkategorien, die Lastinhalte und die Bewertungsalgorithmen vollständig aktualisiert wurden, sind die Punktzahlen von V12 und V11 nicht mehr vergleichbar. Ein Anstieg oder Rückgang der Punktzahl bedeutet nicht, dass das Smartphone tatsächlich schneller oder langsamer geworden ist – es ist lediglich die Bewertungsmethode, die sich geändert hat, und die neue Methode zielt auf die wirklich wichtigen Fähigkeiten der aktuellen Chips ab. Für den durchschnittlichen Benutzer ist es bedeutungsvoller, dies zu verstehen, als sich über eine einmalige Punktzahl den Kopf zu zerbrechen.

Originalinhalt
Dieser Artikel ist die deutsche Fassung eines Originalbeitrags von TechRitual.
Stein Yep
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