Die beiden Studenten Jarinyagon Chantawannakul und Wai Yan Phyo Oo von der Chinesischen Universität Hongkong haben mit ihrem tragbaren KI-Veneninjektions-Trainingssystem DUALVein den James Dyson Award 2026 für die Hongkong-Region gewonnen. Das Gerät kostet nur 3.000 Hongkong-Dollar und bricht damit die Preisbarrieren teurer Geräte auf dem Markt, um das globale medizinische Problem der hohen Misserfolgsquote bei Erstversuchen von Venenpunktionen von bis zu 40 % zu lösen.
Die innovative Gestaltung von DUALVein
Die Veneninjektion ist einer der häufigsten klinischen Eingriffe, jedoch bleibt die Misserfolgsquote hoch. Weltweit scheitern fast 40 % der Erstversuche bei Veneninjektionen, was Millionen von Patienten unnötige Blutergüsse, Schmerzen und wiederholte Einstiche beschert. DUALVein ist ein kostengünstiges Venenlokalisierungsgerät, das KI (Künstliche Intelligenz) und Nahinfrarot (NIR) Technologie kombiniert, um Pflege- und Medizinstudenten zu helfen, die Venenposition von Patienten mit unterschiedlichen Hauttönen genauer zu identifizieren, auch ohne Anleitung durch erfahrenes medizinisches Personal.
Die Designinspiration für DUALVein stammt aus einem Gespräch zwischen Jarinyagon und einem medizinischen Fachpersonal, das enthüllte, dass die Standard-Venenlokalisierungsgeräte sehr teuer sind und viele Krankenhäuser sich diese nicht leisten können. Dies führt dazu, dass medizinisches Personal oft auf wiederholtes Üben angewiesen ist, um Erfahrung zu sammeln, insbesondere in ressourcenarmen Kliniken, wo es für Studenten noch schwieriger ist, praktische Anleitung zu erhalten.
Eine Lösung zur Senkung der medizinischen Hürden
DUALVein verwendet KI-Bildsegmentierungstechnologie und ein 850-Nanometer-Nahinfrarot-LED-Array, um das Venenbild des Patienten in Echtzeit auf die Hautoberfläche zu projizieren. Das Gerät kombiniert sowohl transmissive als auch reflektierende Beleuchtungsmodi, die stabiler auf unterschiedlichen Körper- und Gefäßstrukturen angewendet werden können und für Patienten mit verschiedenen Hauttönen geeignet sind.
Wichtig ist, dass DUALVein die teuren optischen Hardwarekomponenten durch KI-Technologie ersetzt und die Kosten auf etwa 3.000 Hongkong-Dollar senkt, was nur einen kleinen Teil des Preises ähnlicher Produkte auf dem Markt ausmacht. Darüber hinaus ist es das erste Gerät seiner Art auf dem Markt, das eine eigene Softwareplattform integriert, ähnlich einem vollständigen Selbstlerntool, das den Studenten hilft, schrittweise von der grundlegenden Theorie zur praktischen Durchführung von Veneninjektionen überzugehen.
Als Gewinner in der Hongkong-Region erhält DUALVein ein Preisgeld von 5.000 Pfund (ca. 53.000 Hongkong-Dollar), um die nächste Phase der Kommerzialisierung zu unterstützen, einschließlich der Umstellung des Gehäuses von 3D-gedrucktem PLA-Material auf Spritzguss, um die Kosten für die Massenproduktion weiter zu senken.
Der Erfolg dieser Erfindung ist nicht nur eine Anerkennung der Bemühungen von Jarinyagon und Wai Yan Phyo Oo, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur medizinischen Gemeinschaft. Wir hoffen, dass DUALVein in der zukünftigen medizinischen Umgebung eine noch größere Rolle spielen kann.
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