Japan plant Mars-Mission MMX für 2026, Ziel: Rückkehr von Proben des Mondes Phobos bis 2031

Die Japanische Raumfahrtagentur (JAXA) plant, am 20. Oktober 2026 die Marsmond-Sonde (MMX) vom Tanegashima Raumfahrtzentrum zu starten. Ziel ist es, mindestens 10 Gramm Proben von der Oberfläche des Marsmondes Phobos zu sammeln und zur Erde zurückzubringen. Sollte die Mission erfolgreich sein, wäre es das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass Gesteinsproben von einem Marsmond zur Erde gebracht werden. Geplant ist, dass die Sonde etwa ein Jahr benötigt, um den Mars zu erreichen, danach drei Jahre in der Marsumlaufbahn verbringt, um die Proben zu sammeln, und schließlich ein weiteres Jahr für die Rückkehr benötigt.

Wenn alles gut läuft, erwarten Wissenschaftler, die Proben von dem Marsmond im Jahr 2031 zu empfangen.

Ein zentrales wissenschaftliches Ziel dieser Mission ist es, das Rätsel um die Entstehung von Phobos und Deimos zu lösen. Derzeit gibt es zwei Haupthypothesen: Die erste besagt, dass die Monde aus Material entstanden sind, das beim großen Einschlag auf den Mars ausgeworfen wurde; die zweite besagt, dass die Monde ursprünglich kleine Asteroiden aus dem äußeren Sonnensystem waren, die später durch die Gravitation des Mars eingefangen wurden. Die Oberflächen von Phobos und Deimos sind dunkel und ihre Reflexionseigenschaften ähneln jenen wasser- und kohlenstoffreichen Asteroiden, jedoch sind die Bahnen beider Monde nahezu kreisförmig, verlaufen entlang des Marsäquators und stimmen in ihrer Richtung mit der Rotation des Mars überein, was die Hypothese des großen Einschlags unterstützt.

Ein Vergleich der Proben vom Marsmond mit zuvor gesammelten Proben von der Marsoberfläche könnte Antworten auf diese langjährige Debatte liefern.

Die MMX-Mission kostet etwa 345 Millionen US-Dollar – Japans erste Marsmission seit 28 Jahren

Die Gesamtkosten der MMX-Mission belaufen sich auf etwa 345 Millionen US$ (ca. 2,691 Milliarden HK$) und es ist die erste Marsmission Japans seit 28 Jahren. Neben der wissenschaftlichen Erkundung hat die Mission auch das Ziel, neue Technologien zu testen, die für zukünftige Marsproben und Rückflüge erforderlich sind, um eine technische Grundlage für langfristige Tiefraum-Missionen zu schaffen.

JAXA hat in der Vergangenheit bereits Erfahrung im Bereich der Planetenforschung gesammelt, da die Missionen Hayabusa und Hayabusa2 erfolgreich Proben von Asteroiden gesammelt und zur Erde zurückgebracht haben. MMX wird diese Technologien weiter auf die Marsmonde anwenden. Phobos ist relativ nah an der Marsoberfläche, was die technischen Herausforderungen für Landung und Start erhöht und eine äußerst präzise Navigation und Kontrolle erfordert.

Derzeit wird die MMX-Sonde in Japan zusammengebaut und getestet. Wenn der Entwicklungsfortschritt planmäßig verläuft, sollen bis Ende 2026 alle Vorbereitungen für den Start abgeschlossen sein, bevor sie zum Tanegashima Raumfahrtzentrum gebracht wird, um die letzte Inspektion durchzuführen und gestartet zu werden.

Projekt Spezifikation
Mission Name Marsmond-Sondierungsmission (MMX)
Durchführende Organisation Japanische Raumfahrtagentur (JAXA)
Startdatum 20. Oktober 2026
Startort Tanegashima Raumfahrtzentrum
Probenziel Oberflächenproben von Phobos
Zielprobenmenge Mindestens 10 Gramm
Reisezeit zum Mars Etwa ein Jahr
Umlaufzeit um den Mars Drei Jahre
Rückkehrzeit Etwa ein Jahr
Proben voraussichtlich ankommen 2031
Gesamtkosten der Mission 345 Millionen US$ (ca. 2,691 Milliarden HK$)
Originalinhalt
Dieser Artikel ist die deutsche Fassung eines Originalbeitrags von TechRitual.
Stein Yep
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