Hanwha Aerospace hat kürzlich auf dem „Gas Turbine Symposium 2026“ in der südkoreanischen Stadt Yeosu die Entwicklungsstrategie für zukünftige Flugzeugtriebwerke mit dem Namen „One Sky“ offiziell vorgestellt. Der Kern dieser Strategie besteht darin, die über 47 Jahre angesammelte Technologie im Bereich Flugzeugtriebwerke mit künstlicher Intelligenz zu kombinieren, um die Entwicklungszyklen erheblich zu verkürzen und die Kosten zu senken.
One Sky Strategie zur Schaffung eines geschlossenen Kreislaufs für bemannte und unbemannte Antriebstechnologien
Die „One Sky“-Strategie zielt darauf ab, ein technologisches Kooperationssystem zu etablieren, das die Vorteile von Hanwha im traditionellen Bereich der bemannten Triebwerke auf den zukünftigen Bereich der unbemannten Triebwerke anwendet. Gleichzeitig werden die innovativen Technologien und Produktionserfahrungen, die bei der Entwicklung von unbemannten Triebwerken gewonnen werden, auch die Wettbewerbsfähigkeit der bemannten Triebwerke stärken. Diese Strategie basiert auf einer Analyse der globalen Sicherheitslage: Vor dem Hintergrund der weit verbreiteten Anwendung von kostengünstigen Drohnen und Marschflugkörpern erfordert der Luftantrieb nicht nur hohe Leistung und Zuverlässigkeit, sondern auch schnelle Entwicklung, Wirtschaftlichkeit und die Fähigkeit zur Massenproduktion.
Der Vizepräsident von Hanwha Aerospace, Kim Sun, erklärte, dass das Unternehmen die bereits vorhandenen Technologien und Erfahrungsschätze umfassend nutzen werde, um die Fehlerrate im Entwicklungsprozess von Flugzeugtriebwerken zu minimieren.
AI-Modell En-genius wandelt 47 Jahre Erfahrung in digitale Vermögenswerte um
Das technologische Kernstück der „One Sky“-Strategie ist das von Hanwha selbst entwickelte AI-Modell „En-genius“. Dieses Modell wurde auf der Grundlage von Hanwhas 47 Jahren praktischer Erfahrung, die über 10.000 Triebwerksprüfungen und über 1.000 Problemlösungen umfasst, sowie einer Datenbank mit etwa 35.000 Materialien für Flugzeugtriebwerke trainiert. Hanwha plant, mit „En-genius“ potenzielle Probleme in der Phase der Triebwerksgestaltung und -prüfung vorherzusagen, um die Fehlerrate zu reduzieren und das Risiko, dass jede gescheiterte Triebwerksprüfung zu Verlusten in Milliardenhöhe und monatelangen Verzögerungen führen könnte, auf ein Minimum zu senken.
Technologischer Fahrplan und zukünftige Ausrichtung
Der Entwicklungsfahrplan für Flugzeugtriebwerke von Hanwha Aerospace ist klar umrissen. Das Unternehmen hat im Juli dieses Jahres ein Muster eines Turbofan-Triebwerks mit einem Schub von 5.500 Pfund für schwer zu erkennende Drohnen sowie ein Muster eines Turboprop-Triebwerks mit 1.400 PS für Mittel- und Hochflugdrohnen veröffentlicht. In Zukunft wird Hanwha an der Entwicklung eines Turbofan-Triebwerks mit einem Schub von 10.000 Pfund für Stealth-Drohnen sowie an fortschrittlichen Flugzeugtriebwerken beteiligt sein, die für nächste Generationen von Kampfflugzeugen wie dem KF-21 vorgesehen sind.

