In letzter Zeit wurde von informierten Quellen berichtet, dass Windows 11 in der experimentellen Vorschauversion eine neue Datenschutzkontrollfunktion hinzugefügt hat. Benutzer können in „Einstellungen – Datenschutz und Sicherheit“ für Desktop-Anwendungen festlegen, ob der Zugriff auf Mikrofon, Kamera und Standortinformationen erlaubt ist. Dies bedeutet, dass traditionelle Win32-Anwendungen nicht mehr nur einen gemeinsamen Schalter teilen, sondern erstmals eine separate Berechtigungsverwaltung ähnlich der von Microsoft Store-Anwendungen erhalten.
Zuvor gab es signifikante Unterschiede in der Berechtigungsverwaltung zwischen Desktop-Anwendungen und Store-Anwendungen in Windows. Store-Anwendungen haben immer separate Schalter unterstützt, sodass Benutzer entscheiden können, ob sie einer bestimmten Anwendung den Zugriff auf die Kamera oder das Mikrofon erlauben; traditionelle Desktop-Software hingegen fiel unter die allgemeine Option „Desktop-Anwendungen den Zugriff auf Kamera/Mikrofon erlauben“, ohne dass eine separate Einstellung pro Anwendung möglich war. Beispielsweise konnten Benutzer in der Vergangenheit nicht nur Discord den Zugriff auf das Mikrofon erlauben und gleichzeitig Chrome blockieren.
Windows 11 wird detailliertere Datenschutzkontrollfunktionen bieten
In der neuesten Build 26340.9212 der experimentellen Version hat sich diese Situation geändert. Tests zeigen, dass Desktop-Anwendungen wie Edge und Brave nun, ähnlich wie Store-Anwendungen, separat in der Berechnungsliste erscheinen. Benutzer können die Berechtigungen für Mikrofon, Kamera und Standortzugriff einzeln aktivieren oder deaktivieren. Wenn eine Desktop-Anwendung zum ersten Mal versucht, auf das Mikrofon oder die Kamera zuzugreifen, wird ein zentriertes Berechtigungsanfragefenster angezeigt, das den Benutzer fragt, ob der Zugriff erlaubt werden soll. Dies ist eine systemweite Hinweisweise, die es bei Win32-Anwendungen zuvor nicht gab.
Diese Funktion befindet sich jedoch derzeit noch in der Testphase. Diese Version wurde am 17. August 2026 über den Experimental Channel bereitgestellt, aber nicht alle Testbenutzer, die dieselbe Version installiert haben, können diese Änderung sofort sehen. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, die entsprechenden Funktionskennzeichen zu aktivieren. Microsoft hat derzeit auch noch nicht offiziell erklärt, ob diese Funktion letztendlich für alle Windows 11-Geräte verfügbar gemacht wird.

