Berichten zufolge hat Apple zugestimmt, die neuen, faireren Regeln zur Transparenz bei der App-Tracking der EU einzuhalten, die aus einer Untersuchung der deutschen Wettbewerbsbehörde resultieren. Apple erklärte, dass es dies freiwillig tue und insgesamt acht Änderungen vornehmen werde. Entwickler sammeln häufig persönliche Daten, die über die für die Funktionalität der App erforderlichen hinausgehen; ein Beispiel dafür ist das, was Apple als App-Tracking bezeichnet. Dabei werden die Interessen, die durch die installierten Apps offengelegt werden, genutzt, um personalisierte Werbung innerhalb der App und im Web bereitzustellen. Die App-Tracking-Transparenz (ATT) ermöglicht es den Nutzern, auszuwählen, ob diese Daten gesammelt und verwendet werden dürfen.
Apple wird acht Änderungen vornehmen, um die App-Tracking-Transparenz zu verbessern
Apple erklärte gestern, dass das Bundeskartellamt (FCO) den Wert der Wahlmöglichkeiten für die Nutzer anerkenne; tatsächlich zeigt der Bericht des FCO, dass es die ATT begrüßt, was auch von anderen Datenschutzbehörden des Landes unterstützt wird. Die Bedenken des FCO scheinen sich darauf zu beziehen, dass die bestehenden Hinweise von Apple das App-Tracking furchterregender erscheinen lassen, als es tatsächlich ist. Apple wird acht Änderungen vornehmen, um dieses Problem anzugehen, darunter die Streichung des Begriffs „Tracking“, die Änderung der Farbe der grafischen Elemente über dem Hinweis von Orange auf Blau, die Aktualisierung des ATT-Hinweises auf eine vollständige Seite, die Entfernung des Begriffs „Tracking“ aus dem ATT-Hinweis und dem Hinweis auf personalisierte Werbung, die Änderung der Auswahlknöpfe im ATT von „Erlauben“ und „App nicht verfolgen“ zu „Erlauben“ und „Ablehnen“, die Erlaubnis von Formatänderungen im ATT-Hinweis (z. B. Fett,
kursiv und Aufzählungslisten) sowie die Einführung einer Option, die es Entwicklern ermöglicht, direkt im Hinweis weitere Informationen zur DSGVO bereitzustellen.
Entwickler können derzeit diese Informationen bereits vor dem ATT-Hinweis anzeigen. Es wird auch Entwicklern erlaubt, die Nutzer ein Jahr nach ihrer Entscheidung erneut auf ATT hinzuweisen, unabhängig davon, ob die Wahl „Ja“ oder „Nein“ war. Darüber hinaus wird die Sprache des Hinweises auf personalisierte Werbung geringfügig angepasst, um die Klarheit zu erhöhen, jedoch bleibt die Wirkung oder Bedeutung dieser Sprache unverändert. Apple hat uns mitgeteilt, dass es sich verpflichtet, sicherzustellen, dass ATT in den EU-Ländern weiterhin verfügbar ist, und dass diese Initiative von Datenschutzaktivisten, Datenschutzbehörden und iPhone-Nutzern begrüßt wird. Das Unternehmen betonte, dass der Grund, warum in seinen eigenen Apps keine ATT-Hinweise angezeigt werden, darin besteht, dass es keine persönlichen Daten, die aus Apps gesammelt werden, verwendet, um gezielte Apps bereitzustellen oder die Werbewirkung zu messen.
Apple betont, dass es mit Drittanbieter-Apps genauso verfährt; wenn diese Apps keine Daten sammeln, ist kein Hinweis erforderlich. Laut einer Analyse von 9to5Mac scheint dies für alle Beteiligten das beste Ergebnis zu sein. iPhone-Nutzer werden weiterhin Entscheidungen treffen, jedoch basierend auf Hinweisen, die genauer widerspiegeln, was sie benötigen, um zwischen personalisierter und nicht-personalisierter Werbung zu wählen. Diese Untersuchung reagierte auch auf die Bedenken hinsichtlich des eigenen Werbegeschäfts von Apple. Das Unternehmen hat klar erklärt, dass es keine Daten, die aus eigenen Apps gesammelt werden, zur Bereitstellung personalisierter Werbung oder zur Messung der Werbewirkung nutzen wird.

