In einer Zeit, in der die Leistung von Smartphones zunehmend übertrieben ist, wird es für viele DIY-Enthusiasten zur Herausforderung, wie sie alte, ungenutzte Geräte wieder sinnvoll einsetzen können. Kürzlich teilte ein ausländischer Blogger ein kreatives Projekt, bei dem ein altes Smartphone mit einer Mini-Mechanik-Tastatur kombiniert wurde. Durch 3D-Druck faltbare Scharniere entstand ein tragbares „störungsfreies Schreibgerät“.
Der Blogger sah sich während des Schaffensprozesses mit einem häufigen Problem konfrontiert: Oft ist die Inspiration am aktivsten, wenn man den PC verlässt. Er benötigte ein tragbares, jederzeit verfügbares Gerät mit einem angenehmen Tippgefühl.
Beim Durchsuchen seiner Schublade entdeckte er ein ungenutztes altes Smartphone – er hatte zuvor mehrfach versucht, dafür eine Verwendung zu finden, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg. Diesmal richtete er seinen Blick auf eine neue Richtung: ein störungsfreies reines Schreibgerät.
Der Blogger hat erfolgreich das alte Smartphone in ein tragbares Schreibgerät umgewandelt
Der Kernansatz der Umgestaltung bestand nicht darin, neue Anwendungen zu entwickeln, sondern die Funktionen des Smartphones durch „Subtraktion“ zu reduzieren. Der Blogger setzte das Smartphone auf die Werkseinstellungen zurück, installierte nur die notwendigen Notiz- und Schreibanwendungen, sortierte nicht deinstallierbare, irrelevante Anwendungen in einen Ordner, der vom Hauptbildschirm entfernt war, und stellte den Bildschirm auf den Schwarz-Weiß-Anzeigemodus um, um visuelle Ablenkungen zu minimieren.
Der technisch herausforderndste Teil des gesamten Umgestaltungsprojekts war die Entwicklung eines faltbaren Verbindungssystems zwischen Smartphone und Tastatur. Der Blogger nutzte 3D-Drucktechnologie und entwarf ein von GoPro inspiriertes Reibungsscharniersystem – das durch Bolzen und thermisch gepresste Gewindeinsätze eine Winkelverstellung und -fixierung ermöglicht.
Diese Mechanik besteht aus zwei Gelenken, wobei jedes Gelenk mit zwei Scharnieren ausgestattet ist, um Stabilität zu gewährleisten. Überraschenderweise funktionierte dieses Scharnier bereits nach dem ersten Druck erfolgreich, ohne dass Iterationen zur Verbesserung erforderlich waren. Der Blogger wies außerdem darauf hin, dass die Gewinde und Bolzen des Scharniers sich während der Bewegung nicht gegenseitig stören, was das potenzielle Problem des Lockerns bei langfristiger Nutzung löst.
Der Blogger lieh sich die Reviung 41 von einem Freund aus – eine ergonomische Mini-Tastatur mit nur 41 Tasten, die in einer versetzten Anordnung angeordnet sind. Durch Daumentasten werden Ebenenwechsel und Kombinationstastenoperationen ermöglicht, wobei die vollständige Eingabefunktionalität in einem sehr kompakten Format erhalten bleibt.
Das gesamte Gerät hat im zusammengeklappten Zustand die Größe eines kleinen dicken Buches und lässt sich leicht in einer Handtasche oder Umhängetasche verstauen.
Nach der Fertigstellung der Montage verwendete der Blogger das Gerät direkt, um diesen Artikel zu schreiben, und bestätigte damit dessen Funktionalität. Derzeit gibt es jedoch noch einige Einschränkungen: Die kabelgebundene Verbindung muss über einen Adapter hergestellt werden, und das Tastaturlayout sowie die Position der Symbole erfordern eine gewisse Eingewöhnungszeit. Der Blogger plant außerdem, in zukünftigen Iterationen eine flache mechanische Tastatur, kabellose Verbindungen und ein spezielles faltbares Gehäuse einzuführen, um das Gerät noch dünner und tragbarer zu machen.

